Malerei

Perspektive

Die Gemälde des Annenaltars sind in der Zentralperspektive gemalt, die in der Renaissance erfunden worden ist. Bei der Zentralperspektive wird alles auf einen Fluchtpunkt bezogen. Auf diese Weise gelingt es dem Künstler/der Künstlerin, Raumtiefe zu schaffen. Durch diesen Effekt entsteht ein der Wirklichkeit entsprechendes Bild, was dazu führt, dass ein Gemälde bzw. das dargestellte Geschehen real auf die/den Betrachter/die Betrachterin wirkt. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn der Maler/die Malerin gleiche oder ähnliche Gegenstände zeigt, z.B. Säulen in unterschiedlicher Entfernung bzw. Höhe – dies lässt sich beim rechten Flügel im unteren Bild an der Abbildung des Gebäudes sehr gut erkennen.

Natürlich spielt auch die Farbwahl eine große Rolle: Je tiefer es ins Bild hineingeht bzw. je weiter im Hintergrund das Gemalte ist, desto dunkler und undefinierter werden die Farben – auch dies lässt sich gut an den Bildern des Annenaltars erkennen. Durch diese Farbgebung wird der Effekt noch einmal verstärkt.

Perspektive – gelesen von Christian Heinreich

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